Wahrheit und Metapher – Gedanken über das Tabu des Metaphysischen - Vortrag -
Seit Nietzsches Ausspruch: „Gott ist tot“, ist der Morbus postmetaphysicus ausgebrochen und die Rede von der ‚metapysischen Obdachlosigkeit des Menschen‘ macht die Runde. Die Metaphysik, seit Aristoteles Kerndisziplin der Philosophie, geriet im säkularen Denken der Moderne in den Verdacht, lediglich „Scheinprobleme“ zu behandeln und wurde in eine Tabuzone verbannt. Stattdessen soll mit einem ‚nachmetaphysischen Denken‘ die Wahrheit im analytisch-rationalen, gesellschaftlichen Diskurs hergestellt werden.
Von Beginn an findet in der Philosophie aber auch das wirkmächtige Denken in Metaphern, Analogien, Gleichnissen etc. statt wie zum Beispiel Platons bis heute aktuelles und zutiefst metaphysiches ‚Höhlengleichnis‘. Können, wollen und müssen wir diesen Denkformen nicht ihren Wahrheitsanspruch erhalten?
Der Vortrag möchte an Hand geeigneter Beispiele der Frage nachgehen, ob es Wege aus dieser modernen Verbannung des Metaphysischen gibt und ob diese innerhalb oder nur außerhalb der Philosophie z.B. in Literatur, Musik, Kunst, Mythos und Religion zu finden sind?
| Kursnummer | G10802 |
| Beginn | Fr., 20.02.2026, um 17:30 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort |
Vhs, Raum 3 Plöner Str. 19, 23701 Eutin |
| Kursleitung |
Dr. Roland Daube
|
| Entgelt | 17,50 € |
Kurstermine 1
| – | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | Freitag • 20.02.2026 • 17:30 - 19:30 Uhr | Vhs, Raum 3 |